Lösungsansatz

Die Ursachen aller Energieverluste und unnötiger Betriebskosten bei der Warmwasserbereitung werden durch Zirkulationszeiten verursacht, in denen kein warmes Brauchwasser genutzt wird.

Sofort liegt der Gedanke nahe, die Zirkulation in diesen Zeiten abzuschalten und nur in Bedarfszeiten zu aktivieren. Die Praxis zeigt jedoch, dass dieser einfach scheinende Lösungsansatz im Detail nur schwierig zu realisieren ist. Wie soll man denn Bedarfszeiten erkennen oder gar vorhersehen, um ein Höchstmaß an Komfort und trotzdem maximale Einsparungen zu erreichen?

 

CIRCON - die wirklich smarte Zirkulationssteuerung

Ganz anders als alle herkömmlichen Steuerungen bietet CIRCON die fortschrittlichste und beste Lösung der Problemstellung.

CIRCON ist ein Vorschaltgerät für die Zirkulationspumpe, das maximale Einsparungen, höchstmöglichen Komfort und ausgezeichnete Trinkwasserhygiene gewährleistet. Abgerundet durch umfangreiche Diagnosefunktionen wird jede Warmwasser-Zirkulationspumpe zur smarten selbstlernenden Energiesparpumpe.

Die grundlegende Funktionsweise basiert auf zwei sich überlagernden Betriebsarten:

Funktionsschema

1. Bei zufälliger Anforderung, d. h. nach kurzzeitigem Öffnen irgendeines Warmwasser-Ventils im Haus:

Ein Temperaturfühler in der Steigleitung direkt hinter dem Boiler registriert jede Änderung der Wassertemperatur im Rohr. Wird irgendwo im Haus ein Warmwasser-Ventil nur kurz geöffnet, so schießt ein kurzer Stoß heißen Wassers aus dem Boiler in die Steigleitung und wird vom Temperaturfühler augenblicklich registriert - die Pumpe wird eingeschaltet.
Die Geschwindigkeit von Temperaturänderungen ist nicht in jedem Leitungsnetz die gleiche. Sie hängt insbesondere vom Material und der Wandungsdicke der Rohrleitungen sowie von der Wassertemperatur im Pufferspeicher ab. Diesen Unterschieden passt sich CIRCON automatisch an.

HausJeder beliebige Warmwasserhahn im Haus kann also die Pumpe einschalten, weshalb wir vom „Wasserhahn als Fernbedienung” sprechen. Trotz inzwischen wieder geschlossenen Ventils steht nach kurzer Zeit warmes Wasser bereit, weil es nun von der Zirkulationspumpe eine bestimmte Zeit lang im Kreis gepumpt wird. Damit jede Laufzeit der Pumpe auf ein Minimum zur ausreichenden Versorgung aller Zapfstellen beschränkt werden kann, wird das zurückkehrende Wasser in der Zirkulationsleitung mit einem weiteren Temperaturfühler überwacht.

Je nach Rohrinstallation und Förderleistung der Pumpe kann aber die unvermeidliche Wartezeit nach der Anforderung mehrere Minuten betragen, besonders dann, wenn das Zirkulationssystem viele Verzweigungen hat, die nicht korrekt aufeinander abgeglichen sind. Um nicht immer auf warmes Wasser warten zu müssen gibt es zusätzlich die

2. Vorausschauende Zirkulation:

Werden regelmäßige tägliche Verbrauchsgewohnheiten erkannt, so startet CIRCON fortan automatisch im Voraus, so dass keine unnötigen Wartezeiten mehr auftreten. CIRCON „lernt” also ständig mit und gleicht die vorausschauenden Laufzeiten ständig mit tatsächlichen Zapfzeiten ab. Entfallen bestimmte Gewohnheiten, so werden diese selbstverständlich auch wieder verlernt.

Diagramm

  • Weichen die Gewohnheiten an Wochenenden deutlich ab, so wird dies vom Gerät automatisch erkannt. In diesen Intervallen werden dann vorausschauende Pumpenläufe blockiert.
  • Bei längerer Abwesenheit, z. B. während des Urlaubs, werden Pumpenläufe bis auf gelegentliche Spülläufe völlig unterbunden, bis sich der erste Bewohner durch eine Wasserentnahme erstmals „zurückmeldet”. Sofort ist dann der gelernte Gewohnheiten-Rhythmus wieder aktiv.
  • Eine integrierte Legionellen-Überwachung sorgt für regelmäßige Spülung des Rohrsystems bei maximalen Boiler-Temperaturen und vermeidet dadurch die Vermehrung von Legionellen und anderen Mikroorganismen.
  • Eine mehrfarbige LED-Anzeige gibt Aufschluss über den Betriebszustand des Gerätes und die Statistik der Einschaltzeiten der Pumpe.

FAZIT: CIRCON vermeidet ständige Wärmeverluste bei der Zirkulation von Warmwasser, ohne dabei den Komfort spürbar einzuschränken.

 

 

Weitere Vorteile:

  • geringer Verschleiß des Heizkessels

  • reduzierte Kalkbelastung und kleinerer Lagerverschleiß der Zirkulationspumpe

  • geräuschloser Betrieb

  • der Spareffekt von CIRCON spielt in kurzer Zeit seinen Kaufpreis wieder ein

  • CIRCON ist die fortschrittlichste und beste Lösung,
    überzeugen Sie sich selbst im Vergleich zu herkömmlichen Realisierungen

  • auch bei vielen SHK-Installateuren ist unser Gerät bekannt und wird von Fachbetrieben gern eingebaut

 

 

 

Herkömmliche Realisierungen

Es existieren alternative Lösungswege mit unterschiedlichsten Wirkprinzipen, die folgend objektiv kritisch betrachtet werden:

Zeitschaltuhr

Die Zeitschaltuhr

Die erste Wahl für viele Hausbesitzer, Hausverwalter und Hersteller von Heizungssteuerungen.

Das Grundprinzip dieser Steuerungsvariante ist sehr simpel. Man schätzt die wohl wahrscheinlichsten Stoßzeiten für den Bedarf an warmen Wasser im Wochenverlauf ab und programmiert diese großzügig in die Schaltuhr ein.

  1. Um keine Unterversorgung zu riskieren, werden die Pumpenlaufzeiten praktisch über den ganzen Tag ausgedehnt. Nur in ein paar Nachtstunden bleibt die Pumpe deaktiviert. Da die Heizung nachts meist nur mit abgesenktem Temperaturprofil arbeitet, ist die erreichte Energieeinsparung gering.
  2. Außerhalb der programmierten Zeiten führt das kühle Wasser immer wieder zu Frust. Gerade nach der Schichtarbeit oder einer langen Heimreise wird das Duschvergnügen des Nachts doch deutlich getrübt.
  3. Starke Wechsel der Verbrauchsgewohnheiten, zum Beispiel nach der Zeitumstellung, bei Urlaub oder Rotation der Arbeitsschicht, führen immer wieder zu Ärger und Aufwand (umprogrammieren der Schaltuhr).
  4. Die Zeitschaltuhr bietet keinerlei Möglichkeiten der Diagnose. Die Pumpe läuft auch dann an, wenn kein Warmwasser vorhanden ist oder die Pumpe trocken läuft. Spülgänge zur Desinfektion können nur mühsam synchronisiert werden, was dann in der Praxis oftmals einfach nicht realisiert wird.

Die Zeitschaltuhr ist eine einfache und in der Anschaffung günstige Zirkulationssteuerung. Das Einsparpotential ist ohne Unterversorgung allerdings eher gering. Leider funktionieren auch die meisten Heizungssteuerungen der großen Anbieter immer noch nach diesem antiquierten Prinzip.

Funksteckdose

Die ferngesteuerte Steckdose

Der Sparfuchs möchte seine Zirkulationspumpe nur dann aktiviert wissen, wenn er wirklich warmes Wasser braucht.

Zu diesem Zweck wird an jedem Wasserhahn ein Schalter oder Taster installiert, der die Zirkulationspumpe drahtgebunden oder kabellos aktiviert.

  1. Es ergibt sich ein maximaler Einspareffekt, da die Pumpe nur bei Anforderung läuft.
  2. Kein Komfort, sondern regelmäßig Unzufriedenheit und Frust! Immer wenn warmes Wasser gebraucht wird, muss eine Wartezeit von einigen Minuten eingeplant werden. In dieser Zeit wird der Kreislauf erwärmt und das warme Wasser zur Zapfstelle gefördert.
    In der Praxis wird wohl eher Wasser ablaufen gelassen als mehrere Minuten gewartet.
  3. Die Pumpe wird unbeirrt auch bei erwärmtem Kreislauf, kaltem Pufferspeicher oder Trockenlauf gestartet.
  4. Es finden keine Spülgänge zur Desinfektion statt. Stagnierendes Wasser, vor allem auch über Tage der Abwesenheit, stellen durch Legionellen und andere Mikroorganismen ein Risiko dar.

Die ferngesteuerte Steckdose ist eine einfache, wenn auch oftmals in Installation und Inbetriebnahme aufwendige Zirkulationssteuerung. Sie bietet maximales Einsparpotential ohne jeglichen Komfort.
Diese Steuerungsvariante ist in Bezug auf die Trinkwasserhygiene als bedenklich einzustufen.

Thermostat

Die Thermostat-Regelung

Einige Hersteller suggerieren ihren Kunden, dass eine thermisch geregelte Zirkulation großes Einsparpotential ohne Komfortverlust bietet.

Die Zirkulation wird dabei von einem Thermostat auf einer "handwarmen" Temperatur (z. B. 30 °C) gehalten. Da in üblichen Brauchwasseranlagen kein regelbarer Mischer eingebaut ist, wird dies durch eine Intervallsteuerung der Zirkulationspumpe erreicht. Vergleichen kann man das Prinzip mit einer Pumpe, die eine sehr geringe Pumpleistung aufbringt. Der Vorlauf wird mit bspw. 60 °C gespeist, läuft aber so langsam um, dass am Ende des Rücklaufes nur noch 30 °C "ankommen".

  1. Der Einspareffekt ist marginal, denn es wird immer wieder so viel Wärme in die Zirkulation nachgefördert, wie an die Umwelt abgegeben wird.
  2. Der erreichte Komfort besteht darin, dass zu jeder Zeit lauwarmes Wasser zur Verfügung steht. Dieses ist wohl zum Händewaschen geeignet, zum Duschen oder Abwaschen aber deutlich zu kalt. Für diese Bedarfsfälle heißt es zwangsläufig Wasser ablaufen lassen und warten!
  3. Die Anfälligkeit für Legionellen und Mikroorganismen ist extrem hoch, da große Teile der Zirkulation dauerhaft auf Temperaturen zwischen 25 °C und 50 °C gehalten werden. Spülgänge zur Desinfektion finden nicht statt.

Die Thermostat-Regelung ist in jeder Hinsicht abzulehnen. Sie bietet praktisch keinen Einspareffekt, nur einen fragwürdigen Komfort und ist bezüglich Trinkwasserhygiene extrem gefährlich.

SmartHome

Smart Home

Smart Home ist ein sehr populäres Thema und vor allem bei technikaffinen Hausbesitzern viel diskutiert.
In Bezug auf die Warmwasser-Zirkulation stellt sich die Frage, welche Funktionen und Prinzipe setzt man im Kern mit einer Smart-Home-Lösung um:

  1. Eine Fernsteuerung der Zirkulationspumpe per Wand-Tableau, Smartphone, Tablet etc. Die Vor- und Nachteile entsprechen der ferngesteuerten Steckdose. Fraglich ist, ob man vor dem Duschen wirklich auf dem Handy warmes Wasser anfordern möchte.
  2. Eine Zeitsteuerung der Zirkulationspumpe entspricht der Funktionsweise einer Zeitschaltuhr ohne signifikante Weiterentwicklung.
  3. Man hat je nach System die Möglichkeit, verschiedene statistische und energetische Auswertungen des Zirkulationssystems durchzuführen - meistens beschränken sich diese aber auf die realen Pumpenlaufzeiten. Direkt nach Inbetriebnahme sind diese Informationen interessant und beeindruckend. Das Interesse verschwindet aber sehr schnell, da man mit diesen Informationen nicht wirklich etwas anfangen kann.

Nüchtern betrachtet reduziert sich der Funktionsumfang einer Smart-Home-Lösung zur Steuerung einer Zirkulationspumpe auf eine Zeitschaltuhr bzw. eine ferngesteuerte Steckdose. Alle Nachteile dieser Lösungen sind dabei nach wie vor wirksam.

Super

Der Super-Zirkulations-Automat

Es gibt mittlerweile ein Reihe von Steuerungen, die genau auf die Brauchwasserzirkulation zugeschnitten sein sollen. Oftmals werden Versprechungen gemacht, die physikalisch unmöglich oder im Kern unlogisch sind, nur um sich irgendwie abzuheben.

Lassen Sie sich nicht von vollmundigen Werbeaussagen aufs Glatteis führen!
Versuchen Sie aus der Dokumentation des Herstellers das Wirkprinzip zu erkennen und vergleichen Sie! Die meisten Steuerungen greifen lediglich ein oder zwei der obigen herkömmlichen Realisierungen auf, stellen also auch keine echte Alternative dar.

Und noch ein Hinweis:
Gelingt es Ihnen nicht, das grundlegende Wirkprinzip klar und deutlich aus der Dokumentation des Herstellers zu lesen, ist eine gesunde Skepsis angebracht!