Frequently Asked Questions (FAQ)

 
 
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Ich habe eine Niedrigtemperatur-Heizung. Reicht da die Temperatur für CIRCON aus?
Ich besitze ein großes Mietshaus mit 6 Wohnungen. Ist ein CIRCON da überhaupt sinnvoll?
Wie erkenne ich die Version meines Gerätes?
Ist ein Update meines Geräts möglich?
Bei welchen Temperaturen im Vor- und Rücklauf reagiert das Gerät eigentlich? Wo liegen die Schaltschwellen?
Welche Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf ist zulässig, wie sind die Schaltschwellen definiert?
Ist es sinnvoll mit dem CIRCON eine leistungsstärkere Zirkulationspumpe (meine jetzige Wilo Z15 ist defekt) zu installieren, um eine schnellere Warmwasser-Verfügbarkeit zu erreichen?
Ist die Version 3.11 als Wandgerät lieferbar? Hintergrund ist, dass ich keine Steckdose zu der Pumpe habe.
In einer älteren Veröffentlichung habe ich gelesen, dass Ihr CIRCON einen Übertemperaturschutz hat. Dabei soll bei 60° C die Zirkulationspumpe abgeschaltet werden. In der aktuellen Bedienungsanleitung finde ich diesen Hinweis nicht mehr. Da ich meine Warmwasser-Anlage aufgrund der Nutzung von Solarenergie zum Teil über 60° C betreibe, kann ich einen solchen Übertemperaturschutz nicht gebrauchen.
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Answers
Ich habe eine Niedrigtemperatur-Heizung. Reicht da die Temperatur für CIRCON aus?

Ja. Zum Auslösen der Pumpe ist keine bestimmte Temperatur nötig. Es genügt, wenn das Wasser so warm ist, dass es subjektiv als warm empfunden wird. (Anderenfalls bräuchte man auch keine Zirkulation.)

Ich besitze ein großes Mietshaus mit 6 Wohnungen. Ist ein CIRCON da überhaupt sinnvoll?

Es gibt sehr gute Erfahrungen beim Einsatz in Mehrfamilienhäusern. Bekannt sind uns Fälle mit bis zu 15 Wohnungen und auch größere Hotels. Das Einsatzverhalten unterscheidet sich hier allerdings vom Einsatz in Einfamilienhäusern:

Die anteiligen Laufzeiten sind höher, dennoch aber optimal. In Zeiträumen häufigen, aber zeitlich zufällig verteilten Warmwasser-Bedarfs (z. B. in den frühen Abendstunden) ergibt sich eine Art Thermostateffekt: Es kommt intervallweise zu Pumpenläufen, so dass die Temperatur im Netz etwas schwankt, jedoch stets eine ausreichende Mindesttemperatur aufweist. Es empfiehlt sich die Einstellung einer eher kleineren Komfortstufe, weil verteilte Gewohnheiten häufiger auftreten. Die oftmals in solchen Anlagen vorhandenen thermischen Desinfektionsläufe werden von der Elektronik automatisch gefunden und unterstützt. Zu beachten ist die maximal steuerbare elektrische Leistung der Pumpe von 360 VA. Sind größere Pumpen anzusteuern, so kann dies über ein nachgeschaltetes Leistungsrelais erfolgen - auch dies wurde schon mehrfach praktiziert.

Wichtig ist, alle Mieter über das Wirkprinzip zu informieren, damit bewusst Energie (und Wasser) gespart werden können. Die Zeit von einem Kaltstart bis zur Versorgung der entferntesten Zapfstellen kann nur experimentell bestimmt werden, was aber recht einfach durchzuführen ist. Ein wirklicher Kaltstart wird in einem MFH aber nur zu ausgefallenen Zeiten auftreten, ansonsten wirken die gelernten Gewohnheiten.

Auch bei weniger bewusstem Verbraucherverhalten sind auf jeden Fall deutliche Einsparungen erzielbar, auch wenn diese erfahrungsgemäß im Vergleich zum EFH prozentual kleiner sind. Dafür ist hier das absolute Einsparpotenzial viel höher.

Wie erkenne ich die Version meines Gerätes?

Am Geräteboden befindet sich ein Typschild mit Seriennummer. Die ersten beiden Ziffern zeigen den Herstellungsmonat, die folgenden beiden das Herstellungsjahr an. Die Seriennummer 12071234 bedeutet also z. B. Dezember 2007.

Alle Geräte seit Dezember 2006 haben die Version 3.xx, erkennbar auch an nur noch einer Leuchtdiode (mehrfarbig) anstelle von dreien in der Vorversion. Seit Januar 2008 liefern wir die Firmwareversion 3.11, seit September 2008 die Version 3.2 (gleichbedeutend mit 3.20) aus.

Ist ein Update meines Geräts möglich?

Wie jeder andere ehrgeizige Hersteller sind auch wir stets um die Weiterentwicklung unserer Produkte bemüht. Diese "Veränderungen im Sinne des technischen Fortschritts" betreffen insbesondere die Firmware, die in größeren Abständen nach sorgfältigen Testreihen in der Serie erneuert wird.

Die Möglichkeit, ein vorhandenes Gerät zu modernisieren, sollte dies aber nicht zum "Sport" werden lassen. Die früher ausgelieferten Geräte sind ebenso zuverlässig wie die neueren und man "verpasst" nichts, wenn man sein Gerät einfach im Urzustand belässt.

Updates sind grundsätzlich nur durch uns selbst und innerhalb von Hauptversionen möglich, also z. B. von 2.6 auf 2.7 oder von 3.0 auf 3.22. Diese Arbeiten sind wegen ihres Aufwands kostenpflichtig, weshalb wir auch empfehlen, nur bei wirklich wichtigen Gründen ein Update ausführen zu lassen.

Bei welchen Temperaturen im Vor- und Rücklauf reagiert das Gerät eigentlich? Wo liegen die Schaltschwellen?

Feste Schaltschwellen im Sinne bestimmter Temperaturen gibt es nicht. Darin besteht ein wichtiger und entscheidender Vorzug des Systems CIRCON, woraus sich die hohe Funktionssicherheit ergibt. Jedes Zirkulationssystem hat seine Eigenheiten, die von CIRCON vollautomatisch ermittelt und berücksichtigt werden.

Welche Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf ist zulässig, wie sind die Schaltschwellen definiert?

Irrtümlich wird oft vermutet, dass CIRCON die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf auswertet. Dies ist nicht der Fall. Die beiden verwendeten Temperaturfühler werden einzeln und für vollkommen unterschiedliche Funktionen ausgewertet. Somit gibt es auch keine Anforderungen an bestimmte Beziehungen zwischen den beiden Temperaturen.

Ist es sinnvoll mit dem CIRCON eine leistungsstärkere Zirkulationspumpe (meine jetzige Wilo Z15 ist defekt) zu installieren, um eine schnellere Warmwasser-Verfügbarkeit zu erreichen?

Ihr Gedankengang ist prinzipiell richtig. Eine Pumpe mit höherer Förderleistung hat kürzere Pumpenlaufzeiten und vor allem kürzeres Warten bei Anforderungen außer der Reihe zur Folge. Andererseits besteht keine Notwendigkeit nach einer höheren Förderleistung, weil die meisten Entnahmezeiten ohnehin vorausschauend abgesichert werden.

Ist die Version 3.11 als Wandgerät lieferbar? Hintergrund ist, dass ich keine Steckdose zu der Pumpe habe.

Das Wandgerät wurde vor einigen Jahren für einen Installateur gebaut, der es in Anlagen mit niedrigem Sondertarif für die Elektroenergie einsetzen wollte. Dort dürfen keine frei zugänglichen Steckdosen installiert sein, um Missbrauch zu verhindern. Unser Wandgerät wurde nach der Installation speziell verplombt.

Zur Zeit sind keine derartigen Geräte mehr verfügbar; sie waren auch aufwendiger und teurer als die Steckergeräte. Wenn Ihr Problem darin besteht, dass Sie für den Pumpenanschluss keine Steckdose haben, so empfehle ich Ihnen einfach deren Installation. Dies ist nicht aufwendiger als die Installation eines Wandgeräts. Falls Sie im Ausland wohnen und andere Steckdosen haben, können wir Ihnen auch gern eine Wandsteckdose nach unserer Norm mitliefern. Für die Schweiz gibt es mittlerweile ein angepasstes Gerät.

Geht es um Sondertarife, so installieren Sie einen kleinen Elektroschaltkasten, in dem Sie eine Steckdose und darin CIRCON installieren. Die Installation wäre damit verschließ- und verplombbar und dürfte den Anforderungen Ihres Stromlieferanten genügen. Ein Elektrofachbetrieb kann Ihnen in dieser Weise helfen.

In einer älteren Veröffentlichung habe ich gelesen, dass Ihr CIRCON einen Übertemperaturschutz hat. Dabei soll bei 60° C die Zirkulationspumpe abgeschaltet werden. In der aktuellen Bedienungsanleitung finde ich diesen Hinweis nicht mehr. Da ich meine Warmwasser-Anlage aufgrund der Nutzung von Solarenergie zum Teil über 60° C betreibe, kann ich einen solchen Übertemperaturschutz nicht gebrauchen.

Ein Übertemperaturschutz der angesprochenen Art hat sich aus verschiedenen Gründen nicht bewährt und ist seit vielen Jahren nicht mehr vorhanden. Ein echter Verbrühschutz kann ohnehin nicht vom CIRCON ausgehen, dafür sollten entsprechende Mischer vorhanden sein. CIRCON wird sehr erfolgreich seit Jahren in Verbindung mit Solarwärme verwendet, dies stellt also kein Problem dar.