Frequently Asked Questions (FAQ)

 
 
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Welcher Abstand zwischen Pufferspeicher und Vorlaufsensor ist optimal?
In meiner Anlage bestehen die Rohrleitungen aus Kunststoff (oder Kunststoff-Verbund). Ist das ein Problem?
Meine Rohrleitungen sind mit Isoliermanschetten gedämmt. Ist es besser, die Fühler unter den Manschetten anzubringen oder die Messstrecke freizulegen?
Ich habe keinen Warmwasser-Boiler, sondern einen Frischwasser-Wärmetauscher. Was muss ich beachten?
Ich habe in meiner Anlage ein Brauchwasser-Mischventil als Verbrühschutz. Da bei meinem Speicher auch eine Solaranlage angeschlossen ist, ist dies zwingend erforderlich. Die Zirkulationsleitung ist am Speicher und am Kaltwassereingang des Mischventils verbunden. Ich habe den Vorlauffühler am Warmwassermischausgang (auf ca. 52° C eingestellt) befestigt und nicht zwischen Speicher und dem Mischventil. Ist das richtig angeschlossen?
In einer Prinzipdarstellung der Wirkungsweise ist der Rücklauffühler in Flussrichtung hinter der Zirkulationspumpe angeordnet. Ist es nicht besser, ihn davor anzubringen?
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Answers
Welcher Abstand zwischen Pufferspeicher und Vorlaufsensor ist optimal?

Generell gilt: Größerer Abstand - weniger Einfluss von Kesseltemperatur-Schwankungen. Dieser ist aber in der Praxis oft kleiner als vermutet, weil z. B. beim Aufheizen des Kessels die Temperatur nur langsam steigt, so dass ein deutlicher Unterschied zum viel schnelleren Temperaturanstieg bei Durchfluss des Rohres mit heißem Wasser erkannt wird. Große Rohrquerschnitte, Kupfer oder Edelstahlrohre und senkrecht verlaufende Rohrabschnitte können Gründe dafür sein, einen größeren Abstand zu wählen. Kleinerer Abstand - kleinere Wassermenge zum Erkennen eines Verbrauchs, geringfügig kürzere Auslösezeit.

Im Normalfall sind 30 bis 50 cm sinnvoll. Der Einfluss des Abstands auf die Funktionssicherheit wird jedoch meistens überschätzt: Tatsächlich ist dieser recht unkritisch.

In meiner Anlage bestehen die Rohrleitungen aus Kunststoff (oder Kunststoff-Verbund). Ist das ein Problem?

Nein - überhaupt nicht! Auch an Kunststoffrohren oder solchen aus Verbundwerkstoffen ist die zuverlässige Funktion uneingeschränkt garantiert.

Meine Rohrleitungen sind mit Isoliermanschetten gedämmt. Ist es besser, die Fühler unter den Manschetten anzubringen oder die Messstrecke freizulegen?

Solange das Dämmverhalten im gesamten Rohrleitungssystem etwa gleich ist, sollten die Fühler nach dem Befestigen mit den Manschetten abgedeckt werden. Nur dann, wenn sich das stehende Wasser innerhalb der Gebäudeinstallation deutlich schneller abkühlt als an der Messstrecke, sollte man einige Zentimeter Dämmung im Bereich um den Temperaturfühler entfernen, um das Abkühlverhalten am Fühler dem des Rohrleitungsnetzes besser anzugleichen.

Ich habe keinen Warmwasser-Boiler, sondern einen Frischwasser-Wärmetauscher. Was muss ich beachten?

Grundsätzlich kann CIRCON auch in diesen Systemen betrieben werden, wenn die nachfolgend beschriebenen Besonderheiten beachtet werden. Ein Frischwasser-Wärmetauscher besitzt, ebenso wie ein Boiler, einen Primärkreislauf mit einer Ladepumpe. Der Unterschied zwischen beiden besteht aber darin, dass der Wärmetauscher kein Speichervolumen besitzt, um eine größere vorgeheizte Wassermenge vorzuhalten. Das hat vor allem hygienische Vorteile.

Wärmetauscher-Systeme können prinzipiell in vier verschiedenen Regimen arbeiten:

  • a) Ladepumpe läuft ständig;
  • b) Ladepumpe wird von einer Zeitschaltuhr in bestimmten Intervallen eingeschaltet;
  • c) Ladepumpe schaltet nur bei Warmwasserentnahme ein;
  • d) Ladepumpe schaltet bei Warmwasserentnahme und bei Warmwasserzirkulation ein.

Im Fall a) gibt es sekundärseitig keinen Unterschied zu normalen Boiler-Systemen.

Im Fall b) empfehlen wir, die Ladepumpe nur dann abzuschalten, wenn mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Warmwasser gebraucht wird, also tief in der Nacht und eventuell bei regelmäßiger beruflicher Abwesenheit aller Bewohner am Tage. Zu beachten ist, dass selbst bei einer durchlaufenden Brauchwasserpumpe in den Pausenzeiten der Ladepumpe kein Warmwasser entnommen werden kann. Ansonsten kann CIRCON wie üblich betrieben werden.

Fall c) ist für jede Art einer selbstlernenden bedarfsgerechten Brauchwasserpumpensteuerung der ungünstigste: Zunächst gibt es eine zusätzliche Verzögerung nach dem Start der Ladepumpe bei Warmwasserentnahme bevor sich der Brauchwasservorlauf messbar erwärmt. Noch komplizierter ist aber die Situation bei gelernten Bedarfszeiten. Während CIRCON die Brauchwasserpumpe vorausschauend startet, um bei nachfolgendem Bedarf bereits heißes Wasser in der Leitung zu haben, wird letzteres von der weiterhin ausgeschalteten Ladepumpe verhindert. Somit wird die Brauchwasserpumpe zwar eingeschaltet, fördert aber nur kaltes Wasser aus dem Wärmetauscher. Das führt wiederum dazu, dass im CIRCON die Diagnose „Boiler kalt“ aktiviert wird, die als Trockenlaufschutz die Pumpe vorsorglich abschaltet. Eine solche Steuerung bedingt also grundsätzlich – selbst dann, wenn die Brauchwasserpumpe im Dauerlauf liefe – dass niemals heißes Wasser an den Zapfstellen vorgehalten wird, sondern durch Entnahme immer erst angefordert werden muss. Mit einer solchen Steuerung ist also kein sinnvoller Komfort zu erreichen.

CIRCON kann aber den Pumpenlauf auf Anforderung dennoch unterstützen, ohne jedoch seinen Hauptvorteil voll ausspielen zu können. Wir empfehlen, den Vorlaufsensor direkt im Primärkreislauf unmittelbar vor oder nach der Ladepumpe zu befestigen und den Einstellknopf auf Anschlag in Stellung "blau" zu stellen.

Je nach Ausführung des zur Ladepumpe und dem Wärmetauscher gehörenden Flusssensors kann es möglich sein, diesen so in den Zirkulationskreislauf einzusetzen, dass die Ladepumpe auch bei Zirkulation aktiviert wird, wodurch der sehr viel bessere Fall d) entstehen würde.

Fall d) hat gegenüber c) den großen Vorteil, dass er eine vorausschauende Betriebsweise unterstützt. Hier ist lediglich zu beachten, dass spätestens dann, wenn ohne erkennbaren Grund die Trockenlaufdiagnose am CIRCON angezeigt wird, der Vorlaufsensor nicht am Brauchwasser-Vorlauf, sondern am Primärkreislauf unmittelbar vor oder nach der Ladepumpe angebracht werden sollte. Ansonsten wird in diesem Fall der volle Betriebsumfang erreicht.

Zu beachten ist nur, dass beim Betrieb des Vorlaufsensors am Primärkreislauf ein möglicher Trockenlauf der Pumpe vom CIRCON nicht mehr verhindert wird.

Ich habe in meiner Anlage ein Brauchwasser-Mischventil als Verbrühschutz. Da bei meinem Speicher auch eine Solaranlage angeschlossen ist, ist dies zwingend erforderlich. Die Zirkulationsleitung ist am Speicher und am Kaltwassereingang des Mischventils verbunden. Ich habe den Vorlauffühler am Warmwassermischausgang (auf ca. 52° C eingestellt) befestigt und nicht zwischen Speicher und dem Mischventil. Ist das richtig angeschlossen?

Der Vorlauffühler sollte, wenn möglich, zwischen Pufferspeicher und Mischer angebracht sein, da das Regelverhalten des Mischers CIRCON verwirren kann. Allerdings werden solche Regel-Vorgänge aus zwischengeschalteten Thermostaten - insbesondere auch in schnell reagierenden Wärmetauschern - seit der Version 3.2 praktisch ebenso gut verarbeitet wie alle anderen Temperaturänderungen am Fühler.

Anmerkung: Das bei Ihnen installierte Mischventil gewährleistet nur einen bedingten Verbrühschutz. Sobald Sie länger Wasser entnehmen, heizt sich das System auf Puffertemperatur auf, da der Mischer in dieser Betriebsweise wirkungslos ist. Dies lässt sich nur verbessern, wenn auch Kaltwasser zum Heißwasser hinzugemischt wird.

In einer Prinzipdarstellung der Wirkungsweise ist der Rücklauffühler in Flussrichtung hinter der Zirkulationspumpe angeordnet. Ist es nicht besser, ihn davor anzubringen?

Tatsächlich gab es eine Darstellung von uns in der beschriebenen Anordnung. Dies ist zwar nicht falsch und auch von geringerem Einfluss als angenommen. Die Anordnung vor der Pumpe ist aber sinnvoller und wird bevorzugt. Sollte dies aber einmal installationstechnisch nicht möglich sein, so ist auch die andere Variante problemlos nutzbar.