Frequently Asked Questions (FAQ)

 
 
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Wenn ich so lange den Wasserhahn öffne bis die Pumpe einschaltet, verbrauche ich oft sehr viel Wasser.
Die Pumpe wird bei Anforderung nicht (oder nicht immer) ausgelöst.
Obwohl meine Pumpe sorgfältig entlüftet wurde und das System beheizt wird, wird häufig „Trockenlauf / Boiler kalt“ angezeigt.
Die Pumpe läuft zu kurz, um alle Zapfstellen zu versorgen.
In meiner Anlage dauert es nach dem Starten der Pumpe sehr lange bis die letzten Zapfstellen mit warmem Wasser versorgt sind. Was können die Ursachen sein?
Der Rücklaufsensor scheint überhaupt nicht zu funktionieren: Die Pumpe läuft viel länger als es nötig wäre, um den Rücklauf zu erwärmen.
Manchmal schaltet die Pumpe (nachts beim Aufheizen des Speichers) ein, ohne dass je um diese Zeit Wasser gezapft wurde.
Was passiert nach einer Stromunterbrechung?
Wie kann das Gerät Zeiten lernen? Ist da eine Uhr eingebaut?
Seit Längerem betreibe ich einen CIRCON. Bisher lief alles einwandfrei. Seit einigen Tagen startet das Gerät immer wieder längere Pumpenläufe (>15 min) ohne Anforderung (Signalfolge orange-grün) über den Tag verteilt, so dass sich die tägliche Laufzeit von unter 5 % auf über 20 % (Diode blinkt 5 x orange oder grün) erhöht hat. Ich habe das Gerät bisher nicht neu gestartet, da ich zunächst annahm, dass die aufgrund der Sommerzeit veränderten bzw. um eine Stunde verschobenen regelmäßigen Entnahmen und die damit für das Gerät notwendige neue Lernphase die Ursache sein könnte. Da sich aber auch nach mehreren Tagen keinerlei Änderung zeigt, möchte ich Sie um Rat bitten.
Ich besitze seit einigen Monaten eine CIRCON Zirkulationspumpen-Steuerungseinheit. Ich bin mit der Funktion sehr zufrieden. In der Vergangenheit habe ich in der Urlaubszeit eine Zeitschaltuhr an die Zirkulationspumpe gesetzt, damit sie täglich einmal in Betrieb genommen wurde. Da ich demnächst für 4 Wochen (Urlaub) die komplette Heizung nebst Warmwasser abschalte, ist meine Frage, wie sich das CIRCON-Gerät mit Kaltwasser verhält. Wird das kalte Wasser alle X Tage oder täglich einfach einmal umgewälzt oder wird eine Temperatur im Rücklauf abgefragt? Bei letzterem würde die Pumpe ohne Ende laufen. Wäre es ratsam, die Pumpe wieder mit einer Schaltuhr ohne das CIRCON-Steuergerät täglich einmal laufen zu lassen?
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Answers
Wenn ich so lange den Wasserhahn öffne bis die Pumpe einschaltet, verbrauche ich oft sehr viel Wasser.

Richtig, aber das müssen Sie auch nicht: Es genügt tatsächlich ein kurzer Wasserstoß von etwa 2 Sekunden. Schließen Sie dann ruhig das Auslaufventil wieder. Das Einschalten erfolgt zwar wegen der notwendigen Wärmeleitung durch das Rohr zum Sensor geringfügig verzögert, aber ohne dass so lange Wasser laufen müsste.

Die Pumpe wird bei Anforderung nicht (oder nicht immer) ausgelöst.

Hierfür gibt es verschiedenste Erklärungen, die in den allermeisten Fällen keine Fehlfunktion sind, sondern auf Fehlbedienung oder Fehlinterpretation zurückzuführen sind:

1) Es erfolgten während des Betriebs Veränderungen an den Temperatursensoren, z. B. Anbringen am Rohr, Wechsel der Messstelle oder Trennen/Verbinden der Anschlussstecker. Hierdurch wird dem Gerät ein unnatürlich großer Temperatursprung vorgetäuscht, wodurch sich die automatische Schaltschwelle zu hoch einstellt. Nach derartigen Veränderungen muss deshalb stets ein Neustart erfolgen (CIRCON für einige Sekunden aus der Steckdose ziehen).

2) Wenn der Vorlauf aus vorheriger Entnahme noch ausreichend erwärmt ist, wird ein wiederholter Start unterbunden. Dies ist gewollt bei der Annahme, dass die Messstelle am Vorlauf nicht viel langsamer abkühlt als die Rohrleitung an den Zapfstellen. Sollte die Wärmedämmung über der Messstelle allerdings viel besser sein als im Gebäude, so kann es zu unerwünscht langen "Blockaden" kommen. Hier hilft es, den Vorlauffühler und dessen unmittelbare Umgebung (ca. 5 cm Abstand) am Rohr nicht zu dämmen, damit die Abkühlungsgeschwindigkeiten einander angepasst werden. Solch vermeintliches „Fehlerbild” könnte sich auch dann ergeben, wenn die Pumpe zu kurz läuft (vgl. Frage "Die Pumpe läuft zu kurz um alle Zapfstellen zu versorgen") und beim Nachprüfen bereits wieder abgeschaltet hat.

3) Eine vorhandene Schwerkraftzirkulation, z. B. durch Verkalkung des Rückschlagventils, kann zu Einschalt-Unsicherheiten führen. Sollte eine solche vorhanden sein, wird sie von unserem Gerät (seit Version 3.11) spätestens nach einer Woche angezeigt. In anderen Fällen genügt es zur Diagnose, die Pumpe abzuziehen und nach dem Abkühlen der Rücklaufleitung irgendwo im Haus kräftig Warmwasser zu zapfen. Erwärmt sich dabei der Rücklauf, so ist das Rückschlagventil defekt.

Obwohl meine Pumpe sorgfältig entlüftet wurde und das System beheizt wird, wird häufig „Trockenlauf / Boiler kalt“ angezeigt.

Wenn CIRCON mit seinen Sensoren richtig installiert wurde, handelt es sich bei Ihrem System möglicherweise um ein Frischwasser-Wärmetauscher-System. Bitte lesen Sie unter „Ich habe keinen Warmwasser-Boiler, sondern einen Frischwasser-Wärmetauscher. Was muss ich beachten?“ weiter.

Die Pumpe läuft zu kurz, um alle Zapfstellen zu versorgen.

Dieses Problem kann beobachtet werden, wenn die Anlage verzweigt und die Länge zwischen kürzestem und längstem Kreis sehr unterschiedlich (z. B. mehr als 1:10) ist. Hier sind in die Rückläufe der kürzeren Kreise unbedingt Zirkulationsregler einzubauen, die bei zunehmender Temperatur diesen Teilkreis abriegeln und somit auch eine genügend große Strömung im längsten Kreis gewährleisten ("Hydraulischer Ausgleich"). Anderenfalls ist die Zeit zwischen Einschalten der Pumpe und Erwärmung der entferntesten Zapfstellen unzumutbar lang, weshalb wir hier von nicht fachgerechter Installation sprechen müssen.

Als vorübergehende Hilfe kann der Rücklaufsensor abgezogen werden, um die Pumpenlaufzeiten zu verlängern. Besser ist es aber immer, an den Ursachen zu korrigieren, nicht an der Wirkung.

In meiner Anlage dauert es nach dem Starten der Pumpe sehr lange bis die letzten Zapfstellen mit warmem Wasser versorgt sind. Was können die Ursachen sein?

Hier kommen zwei Ursachen in Betracht:

1) Das Zirkulationssystem hat kein Rückschlagventil oder das vorhandene ist defekt. So können z. B. Kalkablagerungen zum Blockieren führen, wodurch das Ventil nicht mehr schließt. Dadurch werden Zapfstellen teilweise in entgegengesetzter Richtung zum Pumpenlauf über die Zirkulationsleitungen versorgt. (Seit der Version 3.11 werden solche Fehler spätestens nach einer Woche automatisch erkannt und angezeigt. In anderen Fällen genügt es zur Diagnose, die Pumpe abzuziehen und nach dem Abkühlen der Rücklaufleitung irgendwo im Haus kräftig Warmwasser zu zapfen. Erwärmt sich dabei der Rücklauf, so ist das Rückschlagventil defekt.)

2) Ein mehrkreisiges Zirkulationssystem ist hydraulisch schlecht abgestimmt: Durch unterschiedliche Rohrquerschnitte oder Leitungslängen kommt es zu größeren Unterschieden in den Laufzeiten. Der Einbau hydraulischer Zirkulationsregler in den Rücklauf stark bevorzugter Kreise bringt schnell Abhilfe.

In beiden Fällen sollte die Hilfe eines Installateurs in Anspruch genommen werden.

Der Rücklaufsensor scheint überhaupt nicht zu funktionieren: Die Pumpe läuft viel länger als es nötig wäre, um den Rücklauf zu erwärmen.

Ein sich erwärmender Rücklauf ist keine Garantie dafür, dass in einem verzweigten Rohrsystem wirklich alle Stränge und Zapfstellen ausreichend erwärmt sind. Deshalb genügt eine fühlbare Erwärmung nicht als Kriterium zum Abschalten der Pumpe. Stattdessen erfolgen im CIRCON sehr komplexe Analysen zur Beurteilung des Temperaturprofils. Im Einzelfall kann das Ergebnis vom subjektiv empfundenen Optimum etwas abweichen. Eine etwas längere Laufzeit hat aber andererseits keinen gravierenden Einfluss auf den Energiehaushalt. Auch die befürchtete Zerstörung der Schichtung im Pufferspeicher bei unnötig langem Pumpenlauf wird oft überschätzt. Jede Zirkulation führt grundsätzlich zu Verwirbelungen, die auch bei kürzester Betriebszeit die Schichtung beeinflussen.

Ab Version 3.11: Innerhalb der ersten Woche nach Inbetriebnahme oder Neustart werden die gemessenen Zeiten nur bedingt wirksam (vergl. zusätzlich: "Die Inbetriebnahme").

Manchmal schaltet die Pumpe (nachts beim Aufheizen des Speichers) ein, ohne dass je um diese Zeit Wasser gezapft wurde.

Das Gerät reagiert auf ausgeprägte Temperaturspitzen im Pufferspeicher, die durch thermische Desinfektion hervorgerufen werden. Solche Desinfektionsaufheizungen sind in der Kesselsteuerung vorprogrammiert. Wäre in dieser Zeit die Pumpe abgeschaltet, könnte die Desinfektion nur den Pufferspeicher, aber nicht das Rohrnetz erreichen. Deshalb werden solche Maßnahmen vom Gerät automatisch erkannt und unterstützt.

Ab Version 3.11: Innerhalb der ersten Woche nach Inbetriebnahme oder Neustart werden zusätzliche Screeningläufe ausgeführt, um Desinfektionszeiten aufzufinden(vgl. zusätzlich: "Die Inbetriebnahme").

Was passiert nach einer Stromunterbrechung?

Auch wenn dies nicht sinnvoll erscheint: Nach einer Stromunterbrechung werden alle Daten gelöscht; das Gerät lernt von Neuem. Um das zu umgehen, müsste im Gerät eine Batterie vorgesehen werden (übrigens nicht, um die Daten einfach nur speichern zu können - das wäre auch so kein Problem).

Für uns steht die völlige Wartungsfreiheit an oberster Stelle. Deshalb: Keine Batterie, dafür aber schnelles Neulernen, wenn es einmal nötig ist.

Wie kann das Gerät Zeiten lernen? Ist da eine Uhr eingebaut?

Ja und nein: Es gibt eine Uhr, aber keiner muss sie stellen. Diese Uhr beginnt mit dem Einschalten zu laufen, „weiß” also, wann eine Minute, ein Tag oder eine Woche vorbei sind, „weiß” aber nicht, „wie spät” es wirklich ist. Muss sie aber auch nicht, um die Gewohnheits-Zyklen zu erkennen.

Einzige Ausnahme: Wochenenden werden anhand deutlich abweichender Gewohnheiten erkannt und zugeordnet, sofern solche Abweichungen auftreten. Wenn nicht, muss man sie auch nicht unterscheiden.

Seit Längerem betreibe ich einen CIRCON. Bisher lief alles einwandfrei. Seit einigen Tagen startet das Gerät immer wieder längere Pumpenläufe (>15 min) ohne Anforderung (Signalfolge orange-grün) über den Tag verteilt, so dass sich die tägliche Laufzeit von unter 5 % auf über 20 % (Diode blinkt 5 x orange oder grün) erhöht hat. Ich habe das Gerät bisher nicht neu gestartet, da ich zunächst annahm, dass die aufgrund der Sommerzeit veränderten bzw. um eine Stunde verschobenen regelmäßigen Entnahmen und die damit für das Gerät notwendige neue Lernphase die Ursache sein könnte. Da sich aber auch nach mehreren Tagen keinerlei Änderung zeigt, möchte ich Sie um Rat bitten.

CIRCON startet ca. aller drei Monate den Diagnoselauf, der Ihnen sicher auch in der ersten Betriebswoche aufgefallen ist. Dieses Verhalten wird sich aber nach insgesamt genau einer Woche wieder ändern; das vorher gewohnte Verhalten stellt sich von selbst wieder ein.

Mit diesem quartalsmäßigen Update wird sichergestellt, dass insbesondere neu definierte Desinfektionszyklen der Heizungssteuerung erkannt und übernommen werden.

Ich besitze seit einigen Monaten eine CIRCON Zirkulationspumpen-Steuerungseinheit. Ich bin mit der Funktion sehr zufrieden. In der Vergangenheit habe ich in der Urlaubszeit eine Zeitschaltuhr an die Zirkulationspumpe gesetzt, damit sie täglich einmal in Betrieb genommen wurde. Da ich demnächst für 4 Wochen (Urlaub) die komplette Heizung nebst Warmwasser abschalte, ist meine Frage, wie sich das CIRCON-Gerät mit Kaltwasser verhält. Wird das kalte Wasser alle X Tage oder täglich einfach einmal umgewälzt oder wird eine Temperatur im Rücklauf abgefragt? Bei letzterem würde die Pumpe ohne Ende laufen. Wäre es ratsam, die Pumpe wieder mit einer Schaltuhr ohne das CIRCON-Steuergerät täglich einmal laufen zu lassen?

Ihr Urlaub wird spätestens nach 18 Stunden ohne Warmwasser-Entnahme automatisch erkannt, wonach nur noch täglich ein Spüllauf stattfindet. Die Temperatur spielt dabei keine Rolle - selbst mit kaltem Wasser ist das Spülen nicht ganz unsinnig.

Genießen Sie also Ihren Urlaub, CIRCON macht seinen Job. ;-)